Rate this page

Mit dem Rennrad ist der Achensee ein Knotenpunkt für schöne Strecken: Aus dem Inntal führt ein gleichmäßiger Anstieg mit bis zu 10 Prozent hinauf zum See, nach Norden geht es über den Achenpass nach Bayern, und von dort locken der Sylvensteinsee und der Tegernsee. Die Seestraße selbst ist fast eben und ideal zum Einrollen.

Rennradfahrer finden hier keine hochalpinen Pässe, dafür aber lange, landschaftlich großartige Runden durch zwei Länder. Ich zeige dir die Strecken, die sich lohnen, und sage dir, wo der Verkehr zum Problem werden kann.

Darum geht es auf dieser Seite

Rennrad am Achensee auf einen Blick

  • Anstieg aus dem Inntal: Wiesing – Maurach, rund 8 km, bis etwa 10 % Steigung
  • Grenzpass: Achenpass, 941 m, bis zu 12 % Steigung
  • Klassische Runde: Achensee – Sylvensteinsee – Tegernsee, rund 97 km und 840 Höhenmeter
  • Große Tour: Achensee-Runde ab Kufstein, 153 km
  • Sackgassen mit Ruhe: Steinberg am Rofan, Rißtal bis in die Eng
  • Beste Zeit: Mai bis Oktober, Wochentage und früher Morgen

Welche Strecken starten am Achensee?

Von Maurach und Achenkirch aus erreichst du alle Strecken. Nach Süden geht es ins Inntal und weiter ins Zillertal, nach Norden über den Achenpass nach Bayern, nach Osten in das stille Seitental nach Steinberg am Rofan.

Maurach · Orte · Straßen und Mautstellen · Bahnen

Wie fährt sich der Anstieg von Wiesing an den See?

Gleichmäßig, aber mit Verkehr. Die Achenseestraße B181 steigt von Wiesing auf rund acht Kilometern mit höchstens etwa 10 Prozent zum See hinauf, die Kehren sind weit und gut einsehbar. Ein Radweg fehlt allerdings, und an Sommerwochenenden fahren viele Autos und Motorräder. Rennradfahrer nehmen den Anstieg deshalb am besten früh am Morgen. Alles zur Straße mit der Kanzelkehre steht bei der Achenseestraße B181.

Die Alternative abseits der Bundesstraße ist der Radweg über Eben. Er hat aber Schotterabschnitte und ist für schmale Reifen nur bedingt geeignet.

Welche Runde über den Achenpass lohnt sich am meisten?

Die Runde über Sylvensteinsee und Tegernsee. Von Pertisau oder Maurach fährst du am Ostufer nach Achenkirch, über den Achenpass nach Bayern, an der Kaiserwacht links zum Sylvensteinsee und über Lenggries und Bad Tölz oder über Gmund und den Tegernsee zurück. Die gängige Variante ab Pertisau ist rund 97 Kilometer lang und hat etwa 840 Höhenmeter.

Der Fotostopp ist der Damm am Sylvensteinsee mit Blick auf das türkisfarbene Wasser. Die Höhenmeter verteilen sich auf den Achenpass und mehrere kurze Wellen, die Runde ist also eher ein Ausdauer- als ein Kletterprogramm.

Was ist die große Achensee-Runde ab Kufstein?

Eine anspruchsvolle Tagestour aus dem Tiroler Tourenprogramm: Die Rennradtour 09 Achensee-Runde startet in Kufstein, ist 153 Kilometer lang und als schwierig eingestuft. Sie verbindet das Inntal mit dem Achensee und Bayern und eignet sich für Fahrer, die Strecke machen wollen.

Welche ruhigen Nebenstrecken gibt es?

Wer dem Verkehr ausweichen möchte, fährt in die Sackgassen:

  • Steinberg am Rofan: Von Achenkirch zweigt eine kleine Straße ins Bergdorf ab, das sich selbst das schönste Ende der Welt nennt. Wenig Verkehr, schöne Waldabschnitte.
  • Rißtal: Von Vorderriß führt die Straße bis in die Eng am Großen Ahornboden. Fahrräder sind auf der Mautstraße frei, am Wochenende ist aber viel los.
  • Zillertal: Von Wiesing führt ein flacher Radweg bis Mayrhofen, ideal für einen Regenerationstag.

Wann ist die beste Zeit für Rennradtouren?

Von Mai bis Oktober, am angenehmsten im Juni und September. Im Hochsommer ist auf den Straßen zum See und über den Achenpass am meisten Verkehr, vor allem am Wochenende. Früh am Morgen sind die Straßen leer, die Luft kühl und das Licht auf dem See besonders schön. Im Frühjahr und Herbst kann es auf dem Achenpass morgens frisch sein, Armlinge und Windweste gehören dann in die Trikottasche.

Wie kommst du mit dem Rennrad an den See?

Mit dem Zug bis Jenbach, wo Fernzüge halten. Von dort fährst du über Wiesing hinauf zum See, entweder auf der Bundesstraße oder, wer breitere Reifen hat, auf dem Radweg über Eben. Aus Bayern kommst du über den Achenpass direkt nach Achenkirch. Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten in Maurach oder Achenkirch und startet von dort in die Runden.

Meine Tipps & Tricks für Rennradfahrer

  1. Achenpass am Wochenende meiden: Samstags staut sich hier oft der Reiseverkehr, unter der Woche ist es deutlich ruhiger.
  2. Früh hinauf, spät hinunter: Den Anstieg von Wiesing vor 9 Uhr fahren, dann ist der Verkehr noch gering.
  3. Licht dabeihaben: Am Ostufer führt die Straße durch Tunnel und Galerien. Ein Rücklicht macht dich dort sichtbarer.
  4. Seeufer nur zum Ausrollen: Der Uferradweg ist für Rennradtempo zu voll, nutze ihn nur für die letzten entspannten Kilometer.
  5. Wind beachten: Am See weht tagsüber oft ein kräftiger Talwind, der die Rückfahrt bremsen kann.

Welche Fehler machen Rennradfahrer am Achensee?

Viele nehmen für die Abfahrt ins Inntal den Radweg über Eben, ohne zu wissen, dass er geschottert und mit bis zu 15 Prozent sehr steil ist. Mit dem Rennrad ist das gefährlich. Ein zweiter Fehler ist, die Tunnel am Ostufer ohne Licht zu durchfahren.

Geht Rennradfahren am Achensee auch mit Familie?

Gibt es Strecken für Kinder auf dem Rennrad?

Für Kinder ist die Bundesstraße zu verkehrsreich. Der Seeuferradweg zwischen Pertisau und Achenkirch ist dagegen ideal für den Nachwuchs, auch auf dem Kinderrennrad.

Was machen Hund und Familie während der Tour?

Während der Rennradtour bleibt der Rest der Familie am See. Ideen für einen Badetag oder eine kurze Wanderung findest du bei Achensee mit Kindern.

Kann man mit Kinderanhänger Rennrad fahren?

Mit Anhänger bleibst du besser auf dem flachen Uferweg, die Straßen am Achenpass und zum Inntal sind dafür zu steil und zu stark befahren.

Was liegt an den Rennradstrecken?

Sylvensteinsee

Der Stausee mit der markanten Brücke ist der Wendepunkt vieler Runden und ein schöner Platz für eine Pause.

Tegernsee

Die Seenrunde nach Gmund und Bad Wiessee bringt dich in eines der bekanntesten Ausflugsziele Oberbayerns.

Zillertal

Von Wiesing aus führt der Zillertal-Radweg flach bis Mayrhofen, ideal für einen lockeren Tag zwischen zwei großen Runden.

Achenkirch

Am Nordende des Sees ist Achenkirch am Achensee der letzte Ort vor dem Achenpass und guter Treffpunkt für Gruppenausfahrten.

Häufige Fragen zum Rennradfahren am Achensee

Wie hoch ist der Achenpass?

Der Achenpass liegt auf 941 Metern und hat Steigungen bis zu 12 Prozent.

Braucht man für die Runde nach Bayern einen Ausweis?

An der Grenze am Achenpass wird gelegentlich kontrolliert, ein Ausweis gehört deshalb in die Trikottasche.

Gibt es am Achensee einen Rennradverleih?

Einige Sportgeschäfte am See verleihen Räder, Rennräder sind aber seltener im Angebot. Vorher anfragen lohnt sich.

Ist der Achensee für Anfänger auf dem Rennrad geeignet?

Ja, die Runde um den See und die Strecke nach Steinberg sind auch für Einsteiger machbar.

Mein Fazit

Der Achensee ist kein Pässe-Revier wie die Dolomiten, aber ein großartiger Ausgangspunkt für lange, abwechslungsreiche Runden durch Tirol und Bayern. Wer den Verkehr meidet, früh startet und die ruhigen Seitentäler einbaut, erlebt hier Rennradtage mit Seeblick und türkisfarbenen Stauseen. Für einen Regenerationstag bleibt immer noch das flache Zillertal.

Weiterführende Links

–> Aktivurlaub am Achensee

–> Radweg Jenbach – Achensee

–> Wiesing im Inntal

KLICK hier - Für den nächsten Tag am Achensee merken & mit guten Freunden teilen:

Bereits 0 Mal geteilt!