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Ein echter Geheimtipp am Achensee ist heute selten ein Ort, den niemand kennt, sondern meist ein Ort zur richtigen Zeit. Die Gaisalm am frühen Morgen, der Kranz-Wasserfall in Achenkirch, das stille Steinberg am Rofan oder der Uferweg am Ostufer im Herbst zeigen dir den See, wie ihn viele Tagesgäste nie erleben.

Ich bin seit vielen Jahren am Achensee unterwegs und habe mir diese Plätze nach und nach erwandert. Alle Tipps auf dieser Seite habe ich selbst ausprobiert. Eine Bitte vorweg: Geh mit diesen Orten so behutsam um, dass sie auch für die nächsten Besucher etwas Besonderes bleiben.

Darum geht es auf dieser Seite

Meine Geheimtipps auf einen Blick

  • Gaisalm am frühen Morgen: Mariensteig ab Pertisau vor dem ersten Schiff
  • Kranz-Wasserfall: kurze Wanderung ab dem Fischerwirt in Achenkirch
  • Seehof-Wasserfall: kleiner Wasserfall beim Abenteuerpark, nur rund eine halbe Stunde
  • Stod-Wasserfall: Spaziergang ins Oberautal ab dem Sixenhof
  • Steinberg am Rofan: ruhiges Bergdorf ohne Seetrubel
  • Ostufer im Herbst: flacher Uferweg mit Laubfärbung und leeren Bänken
  • Seehofkapelle: kleine Kapelle mit „Stille Nacht“-Geschichte
  • Weihnachtslinie: mit dem Schiff über den winterlichen See

Warum ist die Gaisalm am Morgen ein Geheimtipp?

Die Gaisalm am Westufer ist alles andere als unbekannt. Ab dem späten Vormittag kommen die Schiffe und bringen viele Ausflügler. Wer aber früh am Morgen in Pertisau auf den Mariensteig geht, hat den Steig fast für sich. Das Licht fällt dann schräg auf die Kalkwände, der See liegt spiegelglatt, und an den kleinen Buchten unterwegs hörst du nur das Wasser.

Plane deine Wanderung so, dass du an der Gaisalm ankommst, wenn sie öffnet, und fahr danach mit einem der ersten Schiffe zurück. Mehr zur Tour findest du unter Wanderung zur Gaisalm.

Welche Wasserfälle kennen nur wenige?

Kranz-Wasserfall

Der Kranz-Wasserfall liegt in Achenkirch im Tal des Seelahnerbachs. Die leichte Wanderung beginnt rechts neben dem Landgasthof Fischerwirt, führt durch die Unterführung der Achenseestraße und dann auf einem Fußweg bis zur Abzweigung mit dem Schild „Wasserfall“. Hin und zurück sind es rund 3,2 Kilometer mit knapp 100 Höhenmetern, in etwa einer Stunde zu schaffen. Am schönsten ist er im späten Frühling, wenn die Schneeschmelze viel Wasser bringt. Mehr dazu unter Kranz-Wasserfall.

Seehof-Wasserfall

Noch kürzer ist der Weg zum Seehof-Wasserfall. Vom Parkplatz des Abenteuerparks in Achenkirch gehst du ein Stück an der Achenseestraße entlang und folgst dem Schild „Wasserfall“. Die Runde ist knapp einen Kilometer lang, braucht rund eine halbe Stunde und eignet sich perfekt für eine Pause nach dem Baden am Achenseehof.

Stod-Wasserfall

Der Stod-Wasserfall liegt im Oberautal westlich von Achenkirch. Vom Heimatmuseum Sixenhof führt eine leichte Wanderung von rund drei Kilometern hin und zurück in etwa einer Stunde zum Wasserfall, auch im Winter ist der Weg begehbar. Alle Wasserfälle stelle ich unter Wasserfälle am Achensee vor.

Warum lohnt sich Steinberg am Rofan?

Steinberg am Rofan liegt in einem Hochtal östlich von Achenkirch und hat keinen Seezugang. Genau das macht den Ort so ruhig. Hier gibt es keine Strandbäder und kaum Tagesausflügler, dafür Bergbauernhöfe, Almen und Wanderwege ins Rofan und auf den Guffert. Wer im Hochsommer dem Trubel am See entfliehen möchte, fährt in rund einer Viertelstunde von Achenkirch hinüber. Mehr zum Ort unter Steinberg am Rofan.

Meine Geheimtipps auf der Karte

Auf der Karte siehst du den Kranz-Wasserfall, die Orte am See und die Hütten, die ich auf dieser Seite erwähne. So kannst du die Tipps leicht mit einem Badetag oder einer Schifffahrt verbinden.

Kranz-Wasserfall · Orte · Hütten und Almen · Naturziele

Welche ruhigen Momente gibt es am See selbst?

Ostufer im Herbst

Im Oktober, wenn die Badegäste weg sind und sich das Laub an den Hängen färbt, ist der Uferweg am Ostufer einer meiner liebsten Spaziergänge. Von Seespitz bis Scholastika sind es rund acht Kilometer, fast eben und mit vielen Bänken am Wasser. Zurück geht es bis Ende Oktober mit dem Schiff, solange es fährt.

Seehofkapelle

Die kleine Seehofkapelle beim Badestrand Achenseehof übersehen viele. Gebaut hat sie Ludwig Rainer, ein Zillertaler Sänger, der „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in der Welt bekannt gemacht hat. Die Geschichte dazu findest du auf der Seite Badestrand Achenseehof.

Weihnachtslinie im Winter

Zwischen Weihnachten und Dreikönig fuhr in den vergangenen Jahren eine Winterlinie zwischen Pertisau und Scholastika. Eine Fahrt über den winterlichen See, wenn die Ufer verschneit sind und kaum jemand unterwegs ist, ist ein besonderes Erlebnis. Termine findest du unter Advent am Achensee.

Meine Tipps & Tricks für ruhige Momente am Achensee

  1. Antizyklisch planen: Wanderungen am Morgen, Badestellen am späten Nachmittag, Schifffahrt am frühen Vormittag. So weichst du den Hauptzeiten aus.
  2. Unter der Woche kommen: Am Wochenende kommen viele Tagesgäste aus München und Innsbruck. Dienstag bis Donnerstag ist es spürbar ruhiger.
  3. Nebensaison nutzen: Ende Mai, Juni und September sind am See die angenehmsten Monate, mit warmen Tagen und leeren Wegen.
  4. Ins Hinterland ausweichen: Wenn am Ufer alles voll ist, sind Oberautal, Unterautal und Steinberg oft fast leer.
  5. Mit Bus und Schiff unterwegs sein: Wer nicht auf Parkplätze angewiesen ist, ist viel flexibler und kommt auch an ruhigere Orte.

Wie verhältst du dich an ruhigen Orten richtig?

Gerade an weniger bekannten Plätzen ist Rücksicht wichtig. Bleib auf den Wegen, nimm deinen Müll wieder mit und parke nur auf ausgewiesenen Parkplätzen. Viele der stillen Ecken liegen im Naturpark Karwendel oder auf Almen, wo Weidetiere unterwegs sind. Wenn ein Parkplatz voll ist, ist das ein Zeichen, dass der Ort für heute genug Besucher hat. Komm an einem anderen Tag wieder.

Wie eignen sich die Geheimtipps für Familien, Hunde und Kinderwagen?

Mit Kindern

Die Wasserfälle in Achenkirch sind ideale Ziele für Familien mit Kindern: kurze Wege, wenig Höhenmeter und am Ende ein rauschender Wasserfall. Der Seehof-Wasserfall lässt sich mit dem Abenteuerpark verbinden, der Stod-Wasserfall mit einem Besuch im Heimatmuseum Sixenhof. Weitere Ideen findest du unter Familienwanderungen.

Mit Hund

Fast alle Tipps auf dieser Seite sind mit Hund gut machbar. In den Gemeinden gilt Leinen- oder Maulkorbpflicht, auf Almen mit Kühen solltest du den Hund besonders gut im Griff haben. Auf dem Mariensteig sind die vielen Stufen für kleine Hunde anstrengend.

Mit Kinderwagen

Nicht alle Geheimtipps sind kinderwagenfreundlich:

  • Ostufer: flach und gut befahrbar
  • Stod-Wasserfall: breiter Weg, mit geländegängigem Kinderwagen machbar
  • Kranz-Wasserfall: mit Trage meist bequemer als mit Kinderwagen
  • Mariensteig: wegen der Stufen nicht geeignet

Welche Geheimtipps gibt es rund um den Achensee?

Kleinzemmalm im Unterautal

Durch das ruhige Unterautal bei Achenkirch führt eine lange, gemütliche Wanderung zur Kleinzemmalm. Der größte Teil verläuft auf einem Forstweg, dafür begegnest du hier nur wenigen Menschen.

Zireiner See

Der kleine Bergsee im Rofan ist kein Geheimtipp mehr, aber am frühen Morgen oder an einem Werktag im September noch immer ein stiller Ort. Mehr dazu unter Zireiner See.

Rissbach am Großen Ahornboden

Hinter dem Plumsjoch liegt das Risstal mit dem Großen Ahornboden. Mit dem Auto erreichst du es am besten von Achenkirch über den Sylvensteinsee. Im Herbst, wenn sich die Ahornbäume färben, ist es dort besonders schön.

Häufige Fragen zu Geheimtipps am Achensee

Wo ist es am Achensee am ruhigsten?

Am Westufer am frühen Morgen, in Steinberg am Rofan und in den Seitentälern bei Achenkirch wie dem Oberautal und Unterautal.

Welche Wasserfälle gibt es in Achenkirch?

Unter anderem den Kranz-Wasserfall, den Seehof-Wasserfall und den Stod-Wasserfall im Oberautal. Alle sind über kurze, leichte Wanderungen erreichbar.

Wann ist am Achensee am wenigsten los?

Unter der Woche, am frühen Morgen und in der Nebensaison Ende Mai, Juni und September.

Gibt es am Achensee noch unbekannte Orte?

Kaum ein Ort ist völlig unbekannt, aber viele Plätze sind zu bestimmten Zeiten sehr ruhig. Der richtige Zeitpunkt ist oft der eigentliche Geheimtipp.

Mein Fazit

Die besten Geheimtipps am Achensee haben weniger mit versteckten Orten zu tun als mit gutem Timing und etwas Neugier abseits der Hauptwege. Ein Sonnenaufgang am Mariensteig, ein rauschender Wasserfall in Achenkirch oder ein Herbstnachmittag am Ostufer zeigen dir einen ganz anderen See als ein Samstagmittag im August. Geh behutsam mit diesen Plätzen um, dann bleiben sie für alle etwas Besonderes.

Weiterführende Links

–> Achensee – Fakten und Überblick

–> Achenkirch am Achensee

–> Achensee Karibik – warum der See türkis leuchtet

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