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Winterwandern am Achensee heißt: über 150 Kilometer geräumte Wege entlang des Sees, in den Karwendeltälern und hoch oben am Berg, markiert mit magentafarbenen Schildern. Die schönsten Touren führen von Pertisau in gut einer Stunde zur Pletzachalm oder zur Falzthurnalm, ambitionierter ist der Weg zur Gramaialm im Talschluss. Dazu kommen Seeuferwege in drei Orten, ein beleuchteter Rundweg in Steinberg und ein geführtes Winterwanderprogramm mit den Rangern des Naturparks Karwendel. Ich zeige dir die schönsten Wege und worauf du im Winter achten solltest.

Darum geht es auf dieser Seite

Winterwandern am Achensee auf einen Blick

  • Wegenetz: über 150 km geräumte Winterwanderwege
  • Markierung: magentafarbene Schilder
  • Klassiker: Pletzachalm und Falzthurnalm in gut einer Stunde, Gramaialm ab zwei Stunden
  • Am See: Seeuferwege in Pertisau, Maurach und Achenkirch
  • Abends: beleuchteter Rundweg in Steinberg am Rofan
  • Geführt: Winterwanderprogramm, 18 € inklusive Schneeschuhen, max. 12 Personen
  • Gesperrt: Teilstück von Gaisalmsteig und Mariensteig im Winter

Wo liegen die schönsten Winterwege?

Die bekanntesten Wege starten am Parkplatz Karwendeltäler in Pertisau und führen in die drei Täler Gerntal, Falzthurntal und Tristenautal. Am See selbst gehst du auf den Uferwegen in Pertisau, Maurach und Achenkirch, und im Seitental östlich von Achenkirch wartet der Rundweg in Steinberg am Rofan. Mit den Bergbahnen am Zwölferkopf, im Rofan und am Christlum kommst du außerdem zu Winterwegen in der Höhe. Eine interaktive Karte des Tourismusverbands zeigt Verlauf und Schwierigkeit jedes Weges.

Pletzachalm · Hütten und Almen · Wintersport · Orte

Welche Touren führen in die Karwendeltäler?

Drei Klassiker mit Einkehr. Ins Gerntal gehst du in gut einer Stunde zur Pletzachalm, einem Alpengasthof mit warmer Stube, mehr dazu bei der Pletzachalm. Ins Falzthurntal erreichst du in ähnlicher Zeit das Alpengasthaus Falzthurn, und wer weitergeht, kommt zur Gramaialm im Talschluss, für die du mindestens zwei Stunden einplanen solltest, beschrieben bei der Gramaialm. Neben den Wegen verlaufen die Loipen, du gehst also auf eigenen Spuren und störst die Langläufer nicht. Mehr zum Tal steht beim Falzthurntal.

Wo wanderst du direkt am See?

Auf den Seeuferwegen in Pertisau, Maurach und Achenkirch. Sie sind flach, geräumt und mit Blick auf das verschneite Rofan oder Karwendel ideal für einen Spaziergang nach dem Frühstück oder mit kleinen Kindern. Achtung beim Seerundweg: Ein Teilstück von Gaisalmsteig und Mariensteig zwischen Pertisau und Achenkirch ist im Winter gesperrt, den aktuellen Status nennt der Tourismusverband. Den ganzen Rundweg beschreibe ich beim Seerundweg.

Was ist das Winterwanderprogramm?

Geführte Touren mit den Rangern und Naturparkführern des Naturparks Karwendel, zu Fuß oder je nach Schneelage mit Schneeschuhen. Jeden Wochentag gibt es ein anderes Thema: montags geht es in Achenkirch auf die Spuren der Wildtiere Richtung Hinterwinkl, dienstags ins Tristenautal, mittwochs mit dem Thema „Landschaft im Winter“ ins Falzthurntal, donnerstags auf eine winterliche Almwanderung ins Gerntal und freitags in Achenkirch zu den Wildtieren über den Unnutztälern. Die Touren kosten 18 Euro pro Person inklusive Schneeschuhen und Stöcken, sind auf zwölf Teilnehmer begrenzt und laufen 2026/27 von Ende Dezember bis Mitte März. Gebucht wird bis 18 Uhr am Vortag im Erlebnisshop des Tourismusverbands, Verpflegung bringst du selbst mit.

Meine Tipps & Tricks fürs Winterwandern

  1. Richtige Schuhe: Wasserdicht, gut isoliert und mit griffiger Sohle, bei Glätte helfen Grödel.
  2. Magenta folgen: Die Winterwege sind magentafarben beschildert.
  3. Schneelage prüfen: Webcams oder das Infobüro im Ort geben Auskunft.
  4. Einkehrzeiten beachten: Im Winter haben nicht alle Almen täglich geöffnet.
  5. Früh zurück sein: Im Hochwinter wird es am Nachmittag schnell dunkel und kalt.
  6. Gesperrte Wege respektieren: Steile Hangwege wie am Gaisalmsteig sind im Winter gefährlich.

Was gilt für Kinder, Hunde und Kinderwagen?

Für Kinder sind die Seeuferwege und die Wege zur Pletzachalm ideal, weil sie flach sind und die Einkehr nach einer Stunde als Ziel motiviert, mehr Ideen stehen bei Achensee mit Kindern. Hunde sind auf den Winterwanderwegen an der Leine willkommen, im Naturpark gelten die Regeln des Schutzgebiets, mehr bei Urlaub mit Hund am Achensee. Mit dem Kinderwagen sind die geräumten Talwege in die Karwendeltäler und die Uferwege gut machbar, am besten mit breiten Reifen oder einem Kufenaufsatz.

Was gibt es neben dem Winterwandern?

Wer abseits der Wege durch den Tiefschnee will, schnallt Schneeschuhe an, Touren dazu stehen beim Schneeschuhwandern am Achensee. Gemütlicher geht es mit dem Pferdeschlitten in die Täler, und wer nach dem Wandern noch Energie hat, rodelt an einer der Bahnen bei Rodeln am Achensee.

Häufige Fragen zum Winterwandern am Achensee

Wie viele Kilometer Winterwanderwege gibt es?

Über 150 Kilometer geräumte Wege.

Wie lange geht man zur Gramaialm?

Mindestens zwei Stunden vom Parkplatz Karwendeltäler.

Kann man im Winter um den ganzen See wandern?

Nein, ein Teilstück von Gaisalmsteig und Mariensteig ist im Winter gesperrt.

Gibt es einen beleuchteten Winterweg?

Ja, der Rundweg in Steinberg am Rofan ist nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet.

Mein Fazit

Winterwandern ist am Achensee die schönste Art, die stille Landschaft zwischen Karwendel und Rofan zu erleben. Ob in einer Stunde zur Pletzachalm, mit dem Ranger auf Spurensuche oder am Seeufer mit dem Kinderwagen, das Wegenetz ist groß genug für jeden Tag der Woche.

Weiterführende Links

–> Winter am Achensee

–> Parkplatz Pertisau Karwendeltäler

–> Gerntal

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